Mit den stechend-schneidenden Mundwerkzeugen wird die Haut durchschnitten und durchstossen. Zur Verankerung im Gewebe befinden sich an den Mundwerkzeugen Widerhaken, zusätzlich werden zellauflösende und zementartige Kittsubstanzen abgesondert.
Der Stechakt selbst dauert maximal 15 Minuten und ist schmerzlos. Mit dem Zeckenspeichel gelangen eventuell darin enthaltene, in der Zecke vermehrte Krankheitserreger in den Wirt; gleichzeitig werden im Gewebe des Wirtes befindliche Erreger mit der Blutmahlzeit in den Zeckendarm gesaugt. Für eine Infektion mit dem FSME-Virus ist es dabei offenbar nicht notwendig, daß die Zecke längere Zeit Blut saugt. Zeckenmännchen nehmen bei einem nur kurzen Saugakt ein wenig Gewebsflüssigkeit auf, diese Zeit reicht jedoch aus für eine Virusübertragung. Da der Zeckenstich oftmals nicht bemerkt wird, dürfte dies der Hauptgrund sein, weshalb an FSME erkrankte Personen sich oft nicht an einen Zeckenstich erinnern können. |
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